Einsatz Sonderdienst Waldbrand in Montenegro

Nach einem Hilferuf über den EU-Katastrophenschutzmechanismus stand der Sonderdienst Wald- und Flurbrandbekämpfung 11 Tage in Montenegro im Einsatz. 

54 Mann mit 15 Einsatzfahrzeugen machten sich am 13. August 2025 auf dem Weg um nach einer 18-stündigen Anreise die örtlichen Einsatzkräfte zu unterstützen. Mit dabei auch der Waldbrand-Pickup der FF Höbenbach mit 2 Mitgliedern der Feuerwehr Krems, die auch Mitglieder der Waldbrandgruppe sind. Eine monatelange Dürreperiode und die dadurch extrem ausgetrocknete Vegetation sowie sehr starke Winde ließen mehrere Brände im Raum Podgorica außer Kontrolle geraten. Aufgabe der österreichischen Einsatzkräfte war die örtliche Berufsfeuerwehr beim Schutz von Bauernhöfen, Wohnhäusern und Gewerbebetrieben zu unterstützen. Enorme Hitze und der starke Wind stellten die Waldbrandspezialisten vor große Herausforderungen.

Nach einigen anstregenden Tagen erfolgte am 19. August 2025 die Ablöse der Mannschaft und wiederum reisten 2 Mitglieder der Waldbrandgruppe (Julian Unfried von der FF Krustetten sowie ein Mitglied der Feuerwehr Krems), diesmal per Flugzeug, nach Montenegro. Neben der Brandbekämpfung wurden freie Stunden auch für die Verbesserung der Schutzstreifen rund um die Siedlungsgebiete genutzt. Am Donnerstagabend setzte dann der lange erwartete Regen ein und der Einsatz konnte am darauffolgenden Tag beendet werden. Die Rückverlegung nach Österreich dauerte wiederum 18 Stunden, sodass der Konvoi am Samstagmorgen in Tulln eintraf.

Dieser Einsatz zeigte wieder einmal eindrucksvoll wie die Zusammenarbeit über die Grenzen hinweg funktioniert. Für die lokalen Einsatzkräfte und auch die Behörden war es unglaublich welchen Einsatz, Professionalität und Hilfsbereitschaft sie von Österreich erhalten haben und dies alles durch Freiwillige geleistet wird.

FOTOS:  Freiwillige Feuerwehren der Marktgemeinde Paudorf, Waldbrandgruppe 10, SID-TEAM NÖ